Montag, 31. Januar 2011

Angekommen...

31. Januar: "Du bist der Künstler deines Lebens - experimentiere auch mal mit kräftigen Farben und erfreue dich am eigenen Stil"

Ich habe es geschafft. Ich bin sicher gelandet, angekommen und hatte einen wirklich guten Start. Ich könnte über die letzten zwei Tage wahrscheinlich Romane schreibe, aber ich beschränke mich mal aufs Wesentliche.
Ich bin wirklich gut hier angekommen, i.e. man hat mich durch alle Flughafenkontrollen gelassen, ohne zu murren. Sogar mein Gepäck (dass ich bis zum äußersten ausgereizt hatte), wurde genommen. Nur meine Geige habe ich letztlich dagelassen. Die nette Dame erklärte mir, dass ich sie zwar als Handgepäck mitnehmen kann, weil der Flug nicht ausgebucht ist, aber für den Rückflug ist das natürlich nicht immer klar (und auch für den Anschlussflug nicht). Und das Risiko wollte ich nicht eingehen. Also suche ich mir wohl einen Chor statt eines Orchesters.
Meine Wohnung teile ich mir mit 5 netten Mädels, zwei andere Austauschstudenten und drei Briten. Mit Nule (aus Nordengland) und Ginger (aus Singapur) habe ich gleich nach meiner Ankunft einen Tee getrunken ("I'll put on the kettle. Does anyone want some tea?", waren WIRKLICH Nules erste Worte, nachdem wir uns vorgestellt haben :)
Die Wohnung ist klein und auch nicht unbedingt der schönste Ort der Welt, aber mir war schon klar, dass ich als Erasmus-Student nicht das tollste Apartment kriege. Vor allem kommt hier alle zwei Wochen die Putzfrau und das verleitet die Studenten natürlich dazu gar nicht zu putzen.
Von meinem Zimmer gibt es hier ein paar Bilder:
 
eine ganz tolle Pinnwand, die ich hoffentlich im Laufe des Semesters mit Bildern, Karten und allem Möglichen füllen kann.


Der Blick aus meinem Fenster. Wenn man ganz genau hinsieht, hängen an dem Baum dort Schuhe. Ich weiß noch nicht, warum, aber ich werde es herausfinden.
Ich wohne in einem riesigen Studenten"dorf". Hier sind überall Wohnheime. Insgesamt wohnen hier wohl an die 3000 Studenten. Wir haben sogar einen eigenen Supermarkt. 
Gestern habe ich festgestellt, dass an meinen Adapter (für die englischen Steckdosen) mein Laptop-Ladekabel nicht passt. Deshalb konnte ich nur noch auf die letzten paar Akku-Minuten schnell so vielen Leuten wie möglich bescheid sagen, dass ich angekommen bin.
Ich habe gleich am ersten Abend mehr deutsche Studenten kennengelernt als Englische. Mit Aline bin ich gleichzeitig angekommen. Wir waren heute zusammen einkaufen. Jetzt habe ich auch endlich Bettzeug. Tobias stand gestern abend plötzlich vor meiner Tür: "Hallo. Ist Franzi da?" Ich war etwas irritiert. Seine Freundin hat seine Aberdeen-Adresse bei google eingegeben und meinen Blog bekommen (weil die Adresse rechts steht). deshalb wusste er, wo ich wohnt. Und am Abend sind wir noch mit einer anderen Studentin (deren Name ich leider schon vergessen habe), indie Studentenkneipe und haben ein Bierchen getrunken. Das war wirklich nett. Aber nach der Reise gestern (4 Uhr aufgestanden, über 3 Stunden Autofahrt und 8 Stunden an Flughäfen und in Flugzeugen!!) war ich dann so fertig, dass ich heute Nacht geschlafen habe, wie ein Baby. 
Heute Mittag habe ich mich auch mit meiner Koordinatorin getroffen und meine Kurse festgemacht. Morgen geht es dann richtig los. 
So, das war fürs erste mal genug. Mehr gibts morgen...

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