Montag, 21. Februar 2011

Volleyball, Haggis...

"Seitdem, ich nichts erwarte, geschehen viele Wunder, die ich bisher übersah."

Gestern hatten wir mit der Volleyballmannschaft ein Turnier um den Universitäts-Volleyballcup in Schottland. Ich habe ziemlich lange überlegt, ob ich mitgehe oder nicht. Denn es ist ein Sonntag und es tut mir immer weh, nicht zum Gottesdienst gehen zu können, weil ich merke, dass ich das echt brauche. Außerdem war mir klar, dass ich nicht groß spielen werde, weil ich einfach nicht gut bin, in unserer Mannschaft einige richtig bombastisch gute Spielerinnen sind und ich einfach durch das ganze Spielsystem noch nicht ganz durchblicke. Aber ich habe dann gedacht, dass ich wohl im restlichen Semester nie wieder so eine Möglichkeit habe, um auch in Kontakt zur Mannschaft zu bekommen. Und es ist einfach eine Sache, die sehr verbindet. Letztes Jahr hat unsere Uni den Cup gewonnen, also wusste ich, dass es auf jeden Fall spannend wird. Der Cup ging um 9.30 los und ging bis 18.00 Uhr. Also, wirklich lange. Ich durfte dann immer Linienrichter spielen und bei unserer Mannschaft anfeuern. Ich bin sogar einmal dabei gewesen für etwa 2 Minuten. Aber ich wusste wirklich überhaupt nicht, was ich machen sollte. Alle haben versucht, mir zu erklären, was meine Aufgabe ist und wo ich hin soll, aber während des Spiels geht das einfach schwer. Deshalb war ich auch nicht böse, als mich der Trainer rausgenommen hat. Ich werde einfach noch ein bisschen Zeit brauchen, um das alles zu verstehen. Aber ich merke jetzt schon, dass ich in der Mannschaft beim Training die Möglichkeit habe, mich wirklich zu verbessern, vor allem taktisch. Deshalb gehe ich gern hin. Und es war einfach auch nett, mit den Leuten sowas zu teilen. Wir sind am Ende 3. geworden. Wir haben uns etwas geärgert, dass wir im Halbfinal verloren haben, weil wir die Mannschaft (lt. unserem Trainer) hätten schlagen können. Aber es war auf jeden Fall gute Stimmung.
Danach sind wir noch in eine Bar und haben ein Pint (Bier) getrunken und was gegessen. Und da lachte mich doch der Haggis dann endlich und ich dachte mir, dass das der perfekte Tag ist, endlich einen Haggis zu probieren und somit einen Punkt von der "Was ich in Schottland unbedingt machen möchte"-Liste zu streichen. Antje hat sich mir angeschlossen. Sehr spannende Geschichte. Mit dem Haggis kam Whisky-Soße (die allerdings nicht sehr nach Whisky geschmeckt hat, aber super lecker war), Kartoffelbrei (mit Wasser statt Milch und ohne Salz) und Möhrenbrei (ebenfalls ohne Salz). Der Haggis schmeckt eben wie Innereien (v.a. nach Niere) und Blutwurst. Dann ist da aber noch Hafer mit drin, d.h. er hat so eine körnige Konsistenz. Eigentlich essbar. Es ist auf jeden Fall nicht so ekelhaft wie es klingt. Und vor allem mit der Whisky-Soße hervorragend. Aber er war absolut überwürzt, vor allem mit Pfeffer. Ich weiß nicht, ob dem Koch das Pfefferfass da rein gefallen ist, aber es war richtig scharf! Ich habe dann also festgestellt, dass man das essen kann, aber nicht muss.
Im Großen und Ganzen also ein netter Tag. Am Abend hab ich dann beim Twitter-Lesen gesehen, dass Simon Mirren, einer der Autoren von Criminal Minds, die Show verlassen wird. Das ist sehr traurig, weil er einer der besten Schreiber dort war und wirklich die besten Folgen geschrieben hat.
Ich war dann jedenfalls so erledigt, dass ich um halb 10 ins Bett bin und geschlafen hab, wie ein Murmeltier. Jetzt tun mir hauptsächlich die Hände weh, weil ich gestern so viel geklatscht habe und die Füße, weil ich so viel gestampft habe. Was man nicht alles für seine Mannschaft tut.... :D
Love to you all...

1 Kommentar:

  1. Hi Franzi.
    Ein Punkt auf deiner Liste ist also geschafft. Respekt für das kosten. Für mich hört sich das trotzdem alles andere als lecker an. Hoffentlich hat das keine Auswirkungen auf dein geschmackliches Empfinden für deutsches Essen. ;)
    Halt die Ohren steif... :D
    Astrid

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